Fotodrucke von Jamie McGregor Smith

Mit „Białowieża", Smiths neuestes Werk, erforscht einen der letzten verbliebenen Urwälder Europas und stellt dessen flüchtige natürliche Schönheit der drohenden Abholzung gegenüber. Die Spannung, die dabei entsteht, unterstreicht unsere doppelte Beziehung zur Umwelt: einerseits wird ihr Wert als Ware gehandelt, andererseits kämpfen wir für den Erhalt ihrer Einzigartigkeit.
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Mit „Białowieża", Smiths neuestes Werk, erforscht einen der letzten verbliebenen Urwälder Europas und stellt dessen flüchtige natürliche Schönheit der drohenden Abholzung gegenüber. Die Spannung, die dabei entsteht, unterstreicht unsere doppelte Beziehung zur Umwelt: einerseits wird ihr Wert als Ware gehandelt, andererseits kämpfen wir für den Erhalt ihrer Einzigartigkeit.
Als Jagdrevier für polnische Könige und russische Zaren blieb der Wald jahrhundertelang von der Axt des Holzfällers verschont, doch populistische Politik, die Missachtung der Wissenschaft und eine unersättliche Nachfrage nach Rohstoffen haben dazu geführt, dass er existenziell bedroht ist. Der Wald ist zwischen Polen und Weißrussland aufgeteilt. Wegen der Krise in der Ukraine wurde diese Grenze mit einer Stahlmauer verstärkt, die alle Tiere bedroht, die zuvor frei herumliefen. Smiths Fenster in das Herz dieser verschwindenden alten Landschaft lädt uns ein, unsere Beziehung zur Natur zu überdenken.

Biographie des Künstlers

Smiths Begeisterung für die Fotografie wurde schon in jungen Jahren geweckt, als er die verlassenen Minen entlang der Küste Cornwalls erforschte und dokumentierte, fasziniert von den Geheimnissen dieser erodierenden Relikte der industriellen Revolution. Während seines Studiums beschäftigte sich Smith weiter mit dem Thema der vom Menschen veränderten Landschaften und ließ sich dabei von den Arbeiten der amerikanischen New Topographic-Bewegung inspirieren. Das postindustrielle Großbritannien bot ihm eine frühe Ausbildung in Sachen Globalisierung. Beeinflusst von der Düsseldorfer Schule und ihrer Theorie der "Neuen Sachlichkeit", wurde seine Kamera weniger sichtbar, während sich der Maßstab seiner Motive erweiterte. Smith ist ein Fotograf der Zivilisation. In seinen Serien Motor City & Ironopolis untersucht er, wie gesellschaftliche Trends und wirtschaftspolitische Maßnahmen ein postindustrielles Erbe schaffen. Seine verlassenen Olympiastadien zeigen die Hybris, mit der Megastrukturen hinterlassen werden. Seit er Vater geworden ist, hat sich Smiths Aufmerksamkeit von dystopischer Architektur auf die verschwindende Natur verlagert, wohl wissend, dass Fotografien ihr letzter sichtbarer Beleg sein könnten. Smith wurde von der New York Times, der Financial Times, Wallpaper*, Vanity Fair und Esquire veröffentlicht. Smith lebt derzeit in Wien.Weniger anzeigen
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